đŸ€ Was bedeutet es wirklich, an Allah zu glauben?

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Es gibt Worte, die man oft hört, aber selten wirklich fĂŒhlt. „Ich glaube an Allah“ ist eines dieser Worte.

Ich habe es selbst so oft gesagt, in GesprÀchen, beim Beten, beim Trösten meines Kindes, ohne stehen zu bleiben und zu fragen, was diese Worte in mir eigentlich auslösen. Bis zu einer Nacht, in der ich wach neben meinem schlafenden Kind lag, mit einem Kopf voller Sorgen, und plötzlich merkte: Ich glaube nicht nur an Allah. Ich brauche Ihn, genau in diesem Moment, ganz konkret.

Glaube ist kein Satz, den man einmal spricht und dann abhakt. Er ist eine lebendige Beziehung, die wĂ€chst, sich verĂ€ndert und dich manchmal mitten in der Nacht ĂŒberrascht.

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Allah, der Eine, der dich kennt

Allah ist nicht fern. Er ist nicht kalt. Er ist nicht gleichgĂŒltig. Er ist ar-Rahman, der unendlich Barmherzige. Und Er kennt dich, nicht als eine von vielen, sondern als genau die Person, die du in diesem Moment bist, mit all deiner MĂŒdigkeit, deinen Zweifeln und deiner Liebe.

Schon dass du existierst, dass dein Herz jetzt gerade schlĂ€gt, ohne dass du es steuern musst, ist ein leises Zeichen dafĂŒr, dass nichts an dir zufĂ€llig ist. Du wurdest gewollt. Du wirst gesehen. Auch an den Tagen, an denen du dich unsichtbar fĂŒhlst.

Was das fĂŒr dich bedeuten kann: An dem Tag, an dem niemand fragt, wie es dir eigentlich geht, weißt du trotzdem: Allah fragt nicht, Er weiß es lĂ€ngst, und Er wendet sich dir trotzdem zu.
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Der Glaube beginnt im Herzen

In der islamischen Lehre besteht Iman, der Glaube, aus drei Teilen, und alle drei beginnen im Innersten, bevor sie ĂŒberhaupt sichtbar werden.

1

Dem Herzen, das glaubt, still und ganz fĂŒr sich

2

Der Zunge, die bekennt, was das Herz lĂ€ngst weiß

3

Den Taten, die folgen, auch wenn sie klein und unvollkommen sind

Dein Glaube muss nicht zuerst perfekt aussehen. Er darf zuerst einfach echt sein.

Was das fĂŒr dich bedeuten kann: Wenn deine Taten noch nicht dem entsprechen, was du dir wĂŒnschst, heißt das nicht, dass dein Glaube nicht zĂ€hlt. Das Herz kommt zuerst, der Rest darf wachsen.
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Allah ist kein Gott der Angst

Vielleicht hast du frĂŒher Bilder von einem strengen, fernen Gott mitbekommen, einem, vor dem man sich vor allem fĂŒrchten muss. Doch schau dir an, wie der Quran beginnt, immer wieder, Sure fĂŒr Sure.

Jede Sure, außer einer, beginnt mit: „Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen.“

Barmherzigkeit ist keine Nebensache in dieser Beziehung. Sie ist der Anfang von allem. Glauben bedeutet nicht, stĂ€ndig perfekt zu sein. Es bedeutet, immer wieder zurĂŒckzukehren, so oft du fĂ€llst, genauso oft darfst du wieder aufstehen.

Was das fĂŒr dich bedeuten kann: Wenn du dich schuldig fĂŒhlst, weil du wieder ungeduldig wart oder ein Gebet verpasst hast, ist das kein Grund, dich von Allah fernzuhalten. Es ist genau der Moment, in dem RĂŒckkehr am meisten zĂ€hlt.
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Tawakkul bedeutet: Ich tue, was ich kann, und lege den Rest in Allahs HĂ€nde.

Vertrauen, Tawakkul

Als Mama trĂ€gst du so vieles gleichzeitig, die Gesundheit deines Kindes, den Haushalt, die eigenen Erwartungen an dich selbst. Tawakkul nimmt dir nicht die Verantwortung ab. Es nimmt dir die Last, alles allein kontrollieren zu mĂŒssen.

Du tust, was in deiner Macht steht, mit voller Hingabe. Und dann lĂ€sst du los, wirklich los, weil du weißt, dass der Rest in besseren HĂ€nden liegt als deinen eigenen.

Was das fĂŒr dich bedeuten kann: Die schlaflose Nacht, in der du dir Sorgen um dein Kind machst, muss nicht allein deine Last bleiben. Du darfst sie ganz bewusst abgeben, immer wieder, so oft es nötig ist.
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Das Gebet als Dialog

Wenn du betest, sagst du im Grunde: „Ich bin hier. Ich brauche Dich. Vergiss mich nicht.“ Kein Mensch kann diesen Satz stĂ€ndig hören und immer richtig darauf reagieren. Allah hört ihn jedes Mal, vollstĂ€ndig und ohne Ungeduld.

Das Gebet ist kein einseitiges Pflichtprogramm. Es ist der Moment am Tag, in dem du wirklich gehört wirst, genau so, wie du gerade bist.

Was das fĂŒr dich bedeuten kann: Selbst ein kurzes Gebet zwischen zwei Aufgaben ist kein halbes Gebet. Es ist ein vollstĂ€ndiges „Ich bin hier“, so wie du es in diesem Moment schaffst.

Dein Begleiter

Mit Allah durch den Mama Alltag

Wenn du dir wĂŒnschst, diese NĂ€he zu Allah nicht nur zu fĂŒhlen, sondern auch im Alltag festzuhalten: Dieser Begleiter verbindet einen 30 Tage Iman Plan fĂŒr dein Kind mit einem Journal fĂŒr dich, fĂŒr genau die Momente, von denen dieser Beitrag spricht.

Zum Begleiter

Glaube macht Menschen sanfter

Der Glaube im Islam soll das Herz weich machen, nicht hart. Ein Herz, das wirklich an Allahs Barmherzigkeit glaubt, hat es leichter, auch anderen gegenĂŒber barmherzig zu sein, dem eigenen Kind gegenĂŒber, wenn der Tag lang war, und sich selbst gegenĂŒber, wenn wieder nicht alles perfekt gelaufen ist.

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Du darfst diesen Weg langsam gehen

Glauben ist eine Reise, keine PrĂŒfung, die man in einem Anlauf bestehen muss. Zweifel gehören dazu. Fragen gehören dazu. Tage, an denen sich alles weit weg anfĂŒhlt, gehören dazu.

Und du bist eingeladen, genau so, wie du gerade bist, mit jeder Unsicherheit, die du mitbringst.

Wie du das an dein Kind weitergibst

  • Sprich von Allah zuerst als jemanden, der liebt und sieht, nicht als jemanden, vor dem man sich fĂŒrchten muss
  • ErzĂ€hl deinem Kind, wenn du selbst einmal Angst hattest und wie das Gebet oder ein Dua dir geholfen hat
  • Lass Zweifel und Fragen deines Kindes zu, ohne sie sofort korrigieren zu mĂŒssen
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Ein kleines Dua zum Mitnehmen

Ya Allah, lass mich Dich erkennen, wie Du wirklich bist. Lass mein Herz weich werden fĂŒr Deine Barmherzigkeit, und schenke mir Frieden, genau dort, wo ich gerade stehe.

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